„Das Beste, was Deutschland in dem Alter zu bieten hat“
Am Mittwoch, den 23. März, spielen die DHB-Junioren im Rahmen eines Lehrgangs um 19.30 Uhr in der Balinger SparkassenArena gegen die ungarische Juniorennationalmannschaft. „Für uns ist es eine tolle Sache, bei einem Bundesligisten auf die Platte zu gehen“, sagt Martin Heuberger, der Junioren-Bundestrainer. In Ungarn sehe er einen attraktiven Gegner. Schließlich qualifizierte sich dieser, wie auch die Deutschen, für die im Sommer stattfindende Weltmeisterschaft in Griechenland.
Heuberger beschreibt die Vergabe des Juniorenspiels als Belohnung für die gute Jugendarbeit, die bei der JSG Balingen-Weilstetten betrieben werde. Diese ist im Rahmen ihres zehnjährigen Jubiläums der Ausrichter des Länderspiels. Vorsitzender der JSG, Thomas Bodmer, schreibt dem Aufeinandertreffen im Hinblick auf die Feierlichkeiten eine große Bedeutung zu: „Es findet zwei Tage nach dem tatsächlichen Geburtstag der JSG statt.“ So sieht es auch André Doster, der Sportliche Leiter der Talentschmiede: „Die Partie bietet den perfekten Rahmen für das zehnjährige Bestehen.“
Doch es hätte noch besser kommen können. Schließlich steht mit Felix König ein Spieler aus der eigenen JSG-Jugend im aktuellen Aufgebot der DHB-Junioren. Dieser kann aber aufgrund eines jüngst zugezogenen Bänderrisses im Sprunggelenk nicht auf die Platte gehen. „Es ist natürlich bitter, dass die Verletzung ausgerechnet jetzt kommt. Keiner will sich die Gelegenheit, daheim für die Nationalmannschaft aufzulaufen, entgehen lassen“, sagt König.
Das Spiel seiner Mannschaft wolle er sich natürlich dennoch nicht entgehen lassen. Schließlich dürfe sich der Zuschauer auf das Beste freuen, was der deutsche Handball in diesem Alter momentan zu bieten habe. Das kann sein Mannschaftskollege vom HBW, Daniel Wessig, nur bestätigen: „Das ist qualitativ mit das anspruchsvollste, was es in dieser Altersklasse gibt.“ Wessig spricht dabei aus Erfahrung. Er wurde vor zwei Jahren Junioren-Weltmeister in Ägypten.
„Handball der Spaß macht“, dürfen alle, die sich ein Ticket für das Spiel der Deutschen gegen Ungarn gesichert haben, laut König erwarten. Der aktuelle Kader sei eine eingespielte Mannschaft. Schließlich errang nahezu die gleiche Besetzung auch den Europameistertitel in der Jugend. Den aktuellen DHB-Junioren schreibt König Ausgeglichenheit und Breite in der Qualität zu: „Alle Positionen sind doppelt richtig gut besetzt.“ Auf die Frage, was der Zuschauer in der Balinger SparkassenArena beim Spiel gegen Ungarn sehen dürfe, antwortete er: „Hoffentlich die Stars von morgen…“
Das deutsche Aufgebot: Robert Wetzel (TSV Altenholz, 14/-), Oliver Krechel (Wilhelmshavener HV, 13/-), Nils Dresrüsse (GWD Minden, 22/-); Rene Drechsler (Wilhelmshavener HV, 25/58), Jochen Geppert (Wilhelmshavener HV, 27/78), Patrick Zieker (SG BBM Bietigheim, 2/5), Christian Dissinger (TSG Ludwigshafen-Friesenheim, 19/25), Niklas Ruß (TSG Ludwigshafen-Friesenheim, 25/82), Felix König (HBW Balingen-Weilstetten, 24/49), Hendrik Pekeler (Bergischer HC, 19/59), Tim Hornke (SC Magdeburg, 17/43), Cornelius Maas (TuSPO Obernburg, 5/10), Jan Forstbauer (TV Bittenfeld, 2/20), Christoph Steinert (GWD Minden, 22/62), Johannes Sellin (Füchse Berlin, 19/48), Tom Wetzel (TSV Altenholz, 20/34), Philipp Barsties (1. VfL Potsdam, 3/-), Benjamin Meschke (SC Magdeburg, 5/-),
Reserve: Max Schubert (FA Göppingen, 21/74), Maximilian Bender (TSG Ludwigshafen-Friesenheim, 5/-), Alexander Becker (TSG Ludwigshafen-Friesenheim, 26/51), Steffen Fäth (HSG Wetzlar, 34/111), Rene Gruszka (HC Empor Rostock, 4/7), Sören Südmeier (GWD Minden, -/-)
Offizielle: Martin Heuberger (Trainer), Wolfgang Sommerfeld (Co-Trainer), Dr. Thomas Bittner (Mannschaftsarzt), Marc Friebe (Physiotherapeut)