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Doster setzt auf Kontinuität beim Nachwuchs
Engagiertes und qualifiziertes Trainerteam hält die JSG Balingen-Weilstetten in der Erfolgsspur
Die JSG Balingen-Weilstetten gehört zu den ersten Adressen im Nachwuchsbereich des deutschen Handballs. Zum zweiten Mal in Folge ist sie mit dem HBL-Jugendzertifikat ausgezeichnet worden.
Balingen. Auch die Saison 2008/ 2009 sei überaus erfolgreich gewesen, sagt Andre Doster, Leiter der vom HBW Balingen-Weilstetten und vom TV Weilstetten getragenen Jugendspielgemeinschaft. Im Vergleich zu den Vorjahren fehle zwar der Glanz eines württembergischen Meistertitels, „aber das lässt sich eben nicht beliebig wiederholen."
Immerhin drei Meisterschaftswimpel auf Bezirksebene durfte Doster der Trophäensammlung hinzufügen und die männliche B-Jugend wurde sogar Verbandsliga-Meister. Eine riesige Überraschung sei die Qualifikation der C-Jugend für die Württembergliga gewesen: „Weil fast alle Spieler dem jüngeren Jahrgang angehört haben, hat niemand damit gerechnet", so Doster.
Ausgerechnet das Aushängeschild der JSG, die männliche A-Jugend, patzte. Zwar hat sie sich locker für die höchste Spielklasse, die Baden-Württemberg-Oberliga, qualifiziert. Am Ende reichte es aber nur zu Rang drei hinter Meister SG Kronau/Ostringen und Vize JSG Neuhausen-Metzingen. Das Ziel, um die süddeutsche Meisterschaft mitzumischen, wurde verfehlt. „Das tut schon weh", gesteht Doster, der gemeinsam mit Björn Kalenbach das Team um die Jugendnationalspieler Felix König und Christoph Foth trainiert. Gleich im ersten Saisonspiel gab es eine 33:34-Niederlage gegen Schlusslicht VfL Pfullingen und wenige Wochen später ein 29:31 gegen das Kellerkind SV Salamander Kornwestheim. „Das hätte nicht passieren dürfen", haderte Doster mit der Einstellung seiner Jungs „deshalb hatten wir es auch nicht verdient, um die süddeutsche Meisterschaft zu spielen."Wichtiger als Titel seien ohnehin die Trainingsqualität und die Kontinuität, in allen Altersklassen mit der ersten Mannschaft vorne mitzumischen, gibt der JSG-Leiter Auskunft über seine Prioritäten. Gerade Letzteres sei zum wiederholten Male gelungen, was natürlich eine Folge der guten Trainingsarbeit sei: „Wir verfügen bei der JSG über ein sehr engagiertes und qualifiziertes Trainerteam." Von den Minis bis zur A-Jugend würden die 320 Mädchen und Jungs von lizenzierten Trainern betreut, die zudem einen Assistenten zur Seite stehen hätten. Zwei Trainer legen in den nächsten Tagen ihre Prüfungen für die C-Lizenz ab, drei weitere Übungsleiter erwerben in der kommenden Saison den C-Schein. Außerdem gebe es interne Fortbildungen bei Dr. Rolf Brack, die auch außerhalb des Vereins auf großes Interesse stießen. So hätten beim letzten Lehrgang 170 Trainer aus der Region teilgenommen.
Die Qualifikation der Übungsleiter wirkt sich positiv auf die handballerische Ausbildung des Nachwuchses aus. Alle Mannschaften ab der C-Jugend pflegen das gleiche Spielsystem, Methodik und Trainingsinhalte sind aufeinander abgestimmt, jährlich kommen neue Auswahlspielerinnen und -spieler auf Bezirks- und Landesebene hinzu. Das einzige, was Doster für verbesserungswürdig hält, sind die Trainingszeiten. Zwar habe sich im Laufe der Jahre einiges getan, so dass die ersten Mannschaften ab der C-Jugend wöchentlich drei Einheiten absolvieren könnten. „Aber leider lässt die beschränkte Hallenkapazität derzeit keine Ausdehnung des Trainingsbetriebs zu, was notwendig wäre, um unser Niveau zu halten.“ DILI
A-Jugendliche machen bei den Aktiven Furore
In der A-Jugend ist der Jahrgang 1990/91 hinter den Erwartungen zurückgeblieben, bei den Aktiven lief es für die Talente wesentlich besser. Gerade diese Integration in den Männerbereich sei ein wesentliches Ziel der Nachwuchsarbeit bei der JSG Balingen-Weilstetten, betont Andre Doster. Seine Jungs hätten ihre Chance wahrgenommen, parallel zur A-Jugendrunde Erfahrung bei den Aktiven des HBW 2 in der Baden Württemberg-Oberliga und beim TV Weilstetten in der Landesliga zu sammeln, sie seien in diesen Teams sogar zu Leistungsträgern avanciert. Weil sie sich individuell kontinuierlich weiterentwickelt hätten, sei die Mannschaft ab Mitte der Saison zunehmend stärker geworden. Nach der Winterpause verlor sie kein Spiel mehr, brachte Kronau/Östringen die einzige Saisonniederlage bei und bezwang Neuhausen-Metzingen klar: „Das zeigt, was möglich gewesen wäre", so Doster.

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