Jugendhandball in Balingen und Weilstetten
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HBL Jugendzertifikat

Der HBW Balingen Weilstetten e.V erhält als Bundesliga Verein für seine hervorragende  Jugendarbeit das HBL Jugendzerifikat.

Die Jugendabteilung  (genant: JSG Balingen Weilstetten) wird von den beiden Stammvereinen TV Weilstetten und HBW Balingen Weilstetten getragen.

Vorstand des Handball-Bundesliga e. V. erteilt weitere Zertifikate für hervorragende Qualität der Jugendarbeit

Dortmund, 8. April 2008 – Nachdem der Zertifizierungsausschuss der TOYOTA Handball-Bundesliga am 15. Februar erstmalig das so genannte Jugendzertifikat nach Antrag an insgesamt 24 Klubs der 1. und 2. Ligen vergeben hatte, wurde nun über sieben Klubs entschieden, die die Prüfhürde im ersten Anlauf nicht genommen hatten. Diese sieben Klubs hatten von ihrem Recht Gebrauch gemacht und Beschwerde gegen die Negativentscheidung des Zertifizierungsausschusses eingereicht. Nach erneuter Prüfung der ergänzten und formell aufgearbeiteten Unterlagen, wurde nun an folgende Klubs das Jugendzertifikat, teil unter Bedingungen, vergeben:

TOYOTA Handball-Bundesliga: SC Magdeburg, HSG Nordhorn,
HBW Balingen-Weilstetten

2. Bundesliga Süd: 1. SV Concordia Delitzsch, TSG Münster

Alle anderen Klubs haben das Zertifikat nicht beantragt oder konnten aufgrund nicht erfüllter Kriterien oder unvollständig eingereichter Anträge das Jugendzertifikat nicht erhalten. Das Jugendzertifikat ist ein ligaübergreifendes Gütesiegel, das herausragende Rahmenbedingungen honoriert, die Nachwuchsspieler in den heimischen Klubs zu Gute kommen. Ziel des Jugendzertifikats ist die Sicherung qualitativer und kontinuierlicher Fort- und Weiterentwicklung von Jugendarbeit in den Vereinen, um so für deutsche Nachwuchsspieler bestmögliche Vorrausetzungen zu schaffen, damit sie in ihren Klubs zu Spitzenspielern reifen können. Um dies noch besser gewährleisten zu können, haben sich im Juni 2007 alle Bundesligisten einstimmig für das Vergabeverfahren des Jugendzertifikates ausgesprochen.
Zur Erlangung des Jugendzertifikates werden Kriterien geprüft, die eine Qualitätssicherung, beispielsweise in den Bereichen Mannschaften, Trainer, Training, Betreuung und Ausbildungskonzept, gewährleisten. Geprüft werden diese Kriterien durch einen unabhängigen Ausschuss bestehend aus Prof. Dr. Klaus Cachay (Universität Bielefeld), Klaus Langhoff (DHB-Trainer) und Frank Bohmann (Geschäftsführer der Handball-Bundesliga GmbH). Vereine, die das Jugendzertifikat für die jeweilige Spielzeit nach Prüfung nicht erhalten, oder keinen Antrag gestellt haben, haben sich bereiterklärt, in einen Fond einzuzahlen. Die Mittel des Fonds kommen Projekten zu Gute, welche die Nachwuchsarbeit im Handballsport allgemein fördern. Das können beispielsweise Schulaktionen, Jugendveranstaltungen oder Jugendtrainerfortbildungen sein. Für die Saison 2008/2009 können die Anträge bis zum 30. September 2008 eingereicht werden. Die Jugendzertifikate werden dann bis zum 31. Dezember 2008 vergeben.


Wer schlampt, zahlt


Bericht aus dem Zollernalbkurier DILI

HBL verlangt Nachwuchsförderung
Wer schlampt, zahlt


Der deutsche Handball ist Weltspitze. Damit dies so bleibt, hat der Dachverband HBL, dem die Erst- und Zweitligisten angehören, die Vereine zur Nachwuchsför­derung verpflichtet.

BALINGEN. Nicht jeder Spit­zenklub bildet Talente aus und för­dert sie, weiß der sportliche Leiter der JSG Baliregen-Weilstetten, Andrè Doster. Deshalb steht er voll hinter dem Ansinnen der HBL, nachlässige Vereine zu bestrafen, und zwar dort, wo es am meisten weh tut: am Geld­beutel. Klubs, die das HBL-Jugend­zertifikat nicht erhalten, müssen künftig einen Obolus für den Talent­förder-Fonds entrichten. Nach monatelanger Arbeit hat Doster die hunderte Seiten umfas­sende Dokumentation an die HBL abgeschickt. Mit einem Ergebnis rechnet er frühestens im Januar. Na­türlich hofft er, dass die vom HBW und dem TV Weilstetten getragene JSG den Ansprüchen der Prüfer ge­nügt - und das Zertifikat erhält: „Aber nicht nur, um die Strafe zu vermeiden, sondern vor allem we­gen der Außenwirkung. Dann hätte es jeder schwarz auf weiß, wie gut wir schon lange arbeiten." Im Grunde genommen hätten die Stammvereine seit der Gründung der JSG vor fünf Jahren genau das Konzept verfolgt, das nun offiziell gefordert werde: „Dass wir damit Er­folg haben, sieht man an Martin Strobel oder Sascha Ilitsch", weist Doster auf zwei Spieler hin, die durch die JSG-Schule gegangen sind. Aber auch der HBW 2 und der TV Weilstetten profitierten von der guten Jugend-Ausbildung. Die meisten der HBL-Eckpunkte konnte Doster sofort als erfüllt ab­haken: A-, B-, C-Jugend in der höchsten Spielklasse des Verbands? - Passt. Drei B- und zwei C-Lizenz­trainer? - Oberbestückt. D- und E-Jugend vorhanden? - Mehrfach. Medizinische, physiotherapeuti­sche Betreuung? - Klar. Koordinator mit pädagogischer Ausbildung und Lizenz in Teilzeit angestellt? - Ja. „Bei der Dokumentation konnte ich auf Material zurückgreifen, das wir in unserer täglichen Arbeit brau­chen", erzählt Doster. Das Problem sei eher gewesen, Hallenpläne zu beschaffen oder zu beweisen, dass es schlüssige, aufeinander aufbau­ende Trainingmethoden von der E-bis zur A-Jugend gebe. Einer der Punkte, der etwas Sorge bereitet, ist die Trainingsfrequenz. Die A-Jugend solle sich fünfmal pro Woche treffen, bei der JSG sei dies nur dreimal der Fall. „Aber natürlich üben die Jungs viel häufiger. Die machen ja noch im Training bei den Aktiven mit, haben ihr Stützpunkt­training, sind auf HVW-Lehrgängen und spielen Handball in der Schule. Ich hoffe, dass dies akzeptiert wird." Heikel sei auch, dass extra Leicht­athletik-, Turn- und Motivations­trainer gefordert würden und dass die Bundesliga-Reserve den Aufstieg in die Regionalliga anpeilen solle. Trotzdem geht der 24-Jährige davon aus, dass das Zertifikat erteilt wird: „Ich habe ein gutes Gefühl." Und falls nicht? „Dann weiß ich trotzdem, dass wir auf einem guten Weg sind und es nächstes Mal schaf­fen." Allerdings werden die Hürden Jahr für Jahr höher: Die physische Entwicklung der Jugendspieler muss laufend dokumentiert wer­den, Trainerweiterbildungsmaß­nahmen werden zur Pflicht. „Die Termine für die Lehrgänge habe ich schon festgesetzt, das ziehen wir durch", versichert Doster und weiß sich der Rückendeckung der Ver­antwortlichen in beiden Trägerver­einen sicher: „Wir stehen alle voll und ganz hinter dem HBL-Konzept, denn es macht absolut Sinn."