Jugendhandball in Balingen und Weilstetten
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Breite Basis für eine qualitativ gute Nachwuchsarbeit

Breite Basis für eine qualitativ gute Nachwuchsarbeit

Die Erfolgsgeschichte der JSG Balingen-Weilstetten wird in der kommenden Saison um einige Kapitel reicher. Davon ist André Doster, der sportliche Leiter des Handball-Nach-wuchses, fest überzeugt.

Balingen, 23.07.2008
Es sei gelungen, die Arbeit in der JSG auf eine noch breitere Basis zu stellen und sie qualitativ zu verbessern. Wie gut es beim Nachwuchs läuft, hat das HBL-Jugendzertifikat eindrucksvoll bewiesen, das der JSG im Frühjahr zuerkannt wurde. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren viel erreicht“, sagt Doster, „dürfen uns aber auf den Lorbeeren nicht ausruhen.“

Selbst in den Anfängergruppen sind mittlerweile Übungsleiter mit einer Lizenz in der Tasche tätig, praktisch jedes Team wird von zwei Trainern betreut. Vor allem freue er sich darüber, so Doster, dass viele Leistungsträger aus dem Bundesliga-Team, aus der zweiten Mannschaft des HBW Balingen-Weilstetten und vom TV Weilstetten Verantwortung im Jugendbereich übernommen hätten. Daniel Brack beispielsweise sei zuständig für den jüngeren Jahrgang der männlichen C-Jugend, die ein Jahr älteren Talente würden von Alexander Stevic gecoacht, der so trotz seines Wechsels zum TV Neu- hausen/Erms für den Verein nicht verloren gegangen sei. Dem C-Lizenzinhaber Stevic zur Seite steht der 17-jährige Christian Wahl, der auf diese Weise Erfahrung sammeln könne. Diese Reihe setzt sich fort in der B-Jugend mit dem Erstliga-Spieler Jens Bürkle (B-Lizenz) und dem C-Lizenzinhaber Tobias Hotz vom HBW 2. Die A-Jugend – sportliches Aushängeschild der JSG – wird weiterhin von Doster und Björn Kalenbach betreut.

Auch bei den Mädchen hat sich einiges getan. Für die C-Jugend sind Bettina Dörr und Thomas Stumpp zuständig, die B-Jugend trainiert unter der Regie von Claudia Brokheim und Reinald Zanger. Dessen Tochter Carina Zanger, Jahrgang 1993, gehört zum Stamm der HVW-Auswahl und ist schon zu einem Lehrgang des Deutschen Handball-Bundes für die Jahrgänge 1992 eingeladen worden.

Bei den Jungs ist die Anzahl der Auswahlspieler unübersichtlich groß, knapp ein Dutzend gehört dem Landeskader an. Die A-Jugendlichen Felix König und Christoph Foth haben es bereits bis in die Jugend-Nationalmannschaft gebracht, bei einer Nachsichtung kann sich zudem Felix Euchner für die DHB-Auswahl empfehlen.

Zwar ragen diese Akteure in ihren Mannschaften heraus, ohne gute Mitspieler würden sie aber wenig zustande bringen. Wie gut der Nachwuchs von HBW und TV Weilstetten in Schuss ist, hat sich zuletzt bei den Qualifikationsturnieren auf Bezirksebene gezeigt. Mit Ausnahme der weiblichen B-Jugend, der mehrere Leistungsträgerinnen verletzt fehlten, schafften alle Teams den Sprung auf Verbandsebene. Zwischen September und November haben die männliche C- und B-Jugend sowie die weibliche C-Jugend die Möglichkeit als Gruppenerste in die Oberliga aufzusteigen, die höchste Spielklasse in Württemberg. Problemlos ist es der männlichen A-Jugend bereits zum dritten Mal in Folge gelungen, sich für die Baden-Württemberg-Oberliga zu qualifizieren. Zwar zählt Doster den Erstliga-Nachwuchs aus Kronau und Östringen, die SG Oftersheim/Schwetzingen und die JSG Neuhausen-Metzingen zu den Favoriten, „aber wir sind auch nicht schlecht und wollen an der Tabellenspitze mitmischen.“

18 Spiele bestreiten die Jungs in dieser Saison, hinzu kommen ihre Einsätze beim TVW und dem HBW 2. Bei der Terminplanung habe er großen Wert darauf gelegt, dass es wenig Kollisionen gebe, „denn die Jungs brauchen für ihre Entwicklung die Möglichkeit, bei den Aktiven zu spielen und sich zu integrieren“, führt Doster aus. Die Priorität liege aber eindeutig bei der A-Jugend, stellt er klar. Große personelle Veränderungen hat es nicht gegeben. Marcel Fridmansky hat sich dem Württemberg-Ligisten TSV Rietheim angeschlossen, dafür ist Sven Biselli vom Handball-Internat in Magdeburg zurückgekehrt. Grund genug für Doster, optimistisch zu sein: „Ich bin guter Hoffnung, dass es wieder ein gutes Jahr wird.

Bericht aus dem Zollernalbkurier 23.07.2008 DILI