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Pressebericht Zollernalbkurier:
Zahnrad, das den HBW und TVW antreibt
Jugendhandball: André Doster zieht Bilanz — Entwicklung erfreut den Sportlichen Leiter der JSG
Alle Jahre wieder kommen aus der JSG Balingen-Weilstetten Erfolgsmeldungen. Deren Sportlicher Leiter, André Doster, kann wie gewohnt eine positive Bilanz zur Saison-Halbzeit ziehen.
Balingen. Die Strahlkraft der gemeinsamen Jugendspielgemeinschaft von HBW Balingen-Weilstetten und TV Weilstetten reicht weit über die Kreisgrenzen hinaus. Bundesweit können nur wenige Handballvereine in Sachen Nachwuchsförderung mit den Schwaben mithalten. Konkreter Ausdruck ist das HBL-Zertifikat „exzellente Jugendarbeit", das von der Handball-Bundesliga GmbH nach strengen Maßstäben verliehen wird. „Ich gehe davon aus, dass wir das Zertifikat auch 2011 wieder bekommen", ist sich Doster sicher, seine Hausaufgaben gemacht zu haben.
Schließlich haben die vielen Übungsleiter, Helfer und Eltern in ihren Bemühungen dem Handball-Nachwuchs einen guten Boden zu bereiten nicht nachgelassen. Vielmehr wurde die Arbeit intensiviert, beispielsweise durch interne und externe Fortbildungen des Trainerstabs, der mehr als 300 Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts betreut. „Wir arbeiten nachhaltig und zukunftsorientiert", beteuert Doster — und kann diese Behauptung belegen.
So spielen die drei männlichen fugenden in der jeweils höchstmöglichen Klasse. Nach dem altersbedingten Ausscheiden des Ausnahmejahrgangs 1991 hat es die von Jens Bürkle und Tobias Hotz trainierte A-Jugend wieder in die Baden-Württemberg-Oberliga geschafft, in der sie sich wacker schlägt. Die Verletzung von neun Stammspielern hat zu Rundenbeginn ein paar Zähler gekostet. Seit aber alle Mann an Bord sind, läuft es wie geschmiert. So wurde dem Spitzenreiter SG Kronau/Östringen ein Punkt abgeluchst und der zweite Meisterschaftsanwärter VfL Pfullingen sogar geschlagen. Die JSG hat sich ins Tabellenmittelfeld hoch gearbeitet und laut Doster bewiesen, dass sie in dieser Spielklasse mithalten kann. „Es ist ganz wichtig, dass die Jungs auf einem hohen Niveau Handball spielen. Davon profitiert heute schon der Drittligist HBW 2 und in noch höherem Maße der Landesligist TV Weilstetten", so Doster weiter.
Noch etwas besser steht die von Alexander Stevic und Christian Wahl betreute B-Jugend in der Baden-Württemberg-Oberliga da, der Doster am Ende einen Platz zwischen zwei und vier zutraut: „Das Hinrundenprogramm mit vielen schweren Auswärtsspielen war ein Hammer. In der Rückrunde kommt sicher mehr heraus." Gegen die Spitzenklubs genießt die JSG Heimrecht „und zuhause haben wir noch kein Spiel verloren", begründet der Sportliche Leiter seinen Optimismus. Drei Talente, nämlich Jannik Hausmann, Jan Remmlinger und Felix Saueressig gehören der Landesauswahl an, zwei von ihnen haben bereits an Lehrgängen des Deutschen Handball-Bunds teilgenommen.
Doster selbst trainiert gemeinsam mit Christoph Foth die C-Jugend, die sich lässig für die Württemberg-Oberliga qualifiziert hat und noch mit weißer Weste da steht. Michael Kübler und Mario Bischoff gehören bereits dem Jugendkader des württembergischen Handballverbands an, fünf Spieler des Jahrgangs 1997 haben eine Einladung zu HVW-Lehrgängen erhalten. Kein Wunder also, wenn Doster von einer „guten Mannschaft" redet, welche nur noch etwas mit Leistungsschwankungen zu kämpfen habe.
Fortschritte zu beobachten sind auch bei den Mädchen. Die A- und B-Jugend ist jeweils in der Württemberg-Liga vertreten, die C-Jugend belegt in der Landesliga Rang zwei. Aus diesem Team ragt Kerstin Foth, Jahrgang 1997, heraus, die bereits zum HVW-Kader gehört und der Doster bescheinigt „ein überragendes Talent" zu sein. Ziel der JSG-Leitung sei es, durch ein geeignetes Umfeld in einer Stadt, in der Handball hohen Steilwert genieße, dieses Niveau zu halten und noch auszubauen. „Wir wollen jedes Jahr in den höchsten Spielklassen vertreten sein und so möglichst viele Auswahlspieler hervorbringen, die später bei den Aktiven Fuß fassen. Insofern sind wir das große Zahnrad, das die beiden Stammvereine antreibt. DILI

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